Cybercrime extrem! Drei Fallbeispiele

 

Jeden Tag gibt es neue Schlagzeilen: Ein Hacker-Angriff, ein Datenleck, ein Virus – Cyberkriminalität ist längst nicht mehr auf Einzelfälle beschränkt. Die Gefahr aus dem Netz hat die Mitte der Gesellschaft erreicht. Wer hat noch nicht von Fake-Mails gehört, die im Namen von Amazon an Kunden geschickt werden, um Daten abzufischen? Wer hat ihn nicht, diesen Bekannten, dessen Facebook-Profil oder E-Mail-Account gehackt wurde und in dessen Namen falsche Posts oder Nachrichten verbreitet wurden? Neben diesen schon „normal“ gewordenen Fällen, erregen von Zeit zu Zeit jedoch auch besonders extreme Fälle unsere Aufmerksamkeit. Drei haben wir Ihnen nachfolgend zusammengestellt.

Wenn der CIA-Chef von einem Teenager gehackt wird

Im Oktober 2015 sorgte ein Teenager für Aufsehen, der der Presse darlegte, wie er angeblich das AOL-Postfach des ehemaligen CIA-Leiters John Brennan gehackt hatte. Zuerst hatte der Hacker mit zwei Komplizen Brennans Telefonnummer recherchiert und darüber herausgefunden, dass er Kunde des Telekommunikationsunternehmens Verizon war. Es folgte ein Anruf bei selbigem, in dem sich der Teenager als Technik-Mitarbeiter ausgab und einen „Kollegen“ dazu brachte, Brennan‘s persönliche Daten preiszugeben – darunter die AOL-Kontonummer und Backup Mobilfunknummer, Mail-Adresse, PIN und die vier letzten Zahlen der Bankkarte. Unter dem Vorwand eines gesperrten Postfachs kontaktierten die Täter anschließend AOL und erreichten die Zurücksetzung des Passworts, weil sie dank der ergaunerten Daten alle Sicherheitsfragen korrekt beantworten konnten. Damit hatten die Hacker die Kontrolle über Brennans Konto gewonnen. Mehrere Tage hatten sie Zugriff auf die Mails des CIA-Chefs und auf sensible Regierungsdokumente, die er als Anhang von seiner „Firmen“-Mailadresse aus weitergeschickt hatte. Die Täter veröffentlichten anschließend Teile dieser brisanten Informationen auf ihrem Twitter-Account.

Datenklau im großen Stil: Angriff auf Playstation-Netzwerk

Denkt man an die Playstation, gilt der erste Gedanke wohl nicht der Frage nach der Sicherheit der persönlichen Daten, die bei Sony gespeichert sind. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass es durchaus angebracht ist, sich auch in diesem Zusammenhang mit Sicherheitsfragen zu beschäftigen: Im April 2011 gelang es Hackern, auf die Datenbanken des Playstation Networks und des Entertainment-Netzwerks (ehemals „Qriocity“) von Sony zuzugreifen. Sie kopierten die Daten von mehr als 70 Millionen Nutzern – darunter auch Kreditkarteninformationen. Da Szene-Kenner im Vorfeld angeblich schon mehrfach bestehende Sicherheitslücken angemerkt hatten, wurde nach dem Hack der Vorwurf laut, Sony habe die Sicherheit seiner Netzwerke jahrelang vernachlässigt. Ein halbes Jahr später folgte die nächste Blamage: Die Hacker-Gruppe Lulzsec verschaffte sich Zugang zu weiteren Datensätzen. Die Kosten des Datenklaus und seiner Folgen betragen nach Angabe von Sony über 600.000 Dollar.

Hier finden Sie eine Videozusammenfassung des PSN-Hacks.

Ransomware „WannaCry“ infiziert Computer weltweit

Stellen Sie sich vor: Sie installieren eine Software und plötzlich sind alle Ihre gespeicherten Dateien verschlüsselt. Das passiert, wenn Ihr Computer mit Erpressersoftware, sogenannter Ransomware, infiziert wird. Ihre Daten erhalten Sie, wenn überhaupt, nur gegen Lösegeld zurück. Im Mai 2017 infizierte „WannaCry“ laut britischem Telegraph mehr als 300.000 Computer in 150 Ländern. Die Erpresser-Software verbreitete sich stündlich millionenfach weiter und richtete bei Behörden, Unternehmen und Einzelpersonen erhebliche Schäden an. Auch die Computer der Deutschen Bahn wurden infiziert, Anzeigetafeln und Fahrkartenautomaten fielen aus. Die Attacke erreichte ein solches Ausmaß, weil sich der Erpresser-Virus nach einer initialen Infektion in einem Netzwerk von einem Computer zum anderen eigenständig ausbreiten konnte. Ein Experte sprach vom "größten Ransomware-Ausbruch in der Geschichte". Die Täter nutzten dabei eine Sicherheitslücke, die die NSA zu Überwachungszwecken geöffnet hatte und die einige Monate zuvor von Hackern publik gemacht worden war.

Hier finden Sie eine Videozusammenfassung des WannaCry-Vorfalls.

Die oben geschilderten Extremfälle sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Cybercrime längst zu unserem „Alltag“ gehört. Jeder ist angreifbar, jeder kann betroffen sein. Experten empfehlen deshalb einen verlässlichen Schutz. Wer das gute Gefühl haben möchte, präventiv geschützt und auch im Schadenfall finanziell abgesichert zu sein, sollte auf einen Versicherungsschutz wie den INTER CyberGuard setzen.

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