Silver Surfer: Auch im Alter sicher im Netz

 

Die vielfältigen Möglichkeiten des Internets können unser Leben maßgeblich erleichtern. Allerdings ist Vorsicht geboten: Kriminelle nutzen diese Vielfalt, um sich auf Kosten unbedarfter Surfer zu bereichern. Besonders gefährdet scheinen dabei die Menschen zu sein, die nicht mit dem Internet aufgewachsen sind und denen die Routine im Umgang fehlt. Auf was ist zu achten? Wo lauern mögliche Gefahren? Vor allem für die sogenannten Silver Surfer gibt es mittlerweile zahlreiche Informationsplattformen, Videokurse und Workshops, die Aufklärungsarbeit leisten.

Browser öffnen, Rezept googlen, im Online-Supermarkt Zutaten bestellen, per Online-Banking bezahlen, Lieferung annehmen und ab in die Küche: blitzschnell von der Idee zum fertigen Gericht und das alles ohne das Haus verlassen zu müssen. Dank des Internets und der vielen dort angebotenen Dienste ist das heute problemlos möglich – für jedermann. Allerdings lauern in der zuvor beschriebenen Aktionskette bei beinahe jedem Schritt diverse Gefahren. Auch und gerade Menschen älterer Generationen – neckisch „Silver Surfer“ genannt, die sich nicht über die aktuellste Schadsoftware oder die jüngste Hacker-Masche auf dem Laufenden halten, scheinen hier gefährdet zu sein.

Probleme mit Pop-Ups und Phishing

Schon bei der Navigation des Browsers kann das Surferlebnis durch sogenannte „Pop-Ups“ und andere, ungewollte Werbeeinblendungen beeinträchtigt werden. Diese Werbung ist nicht nur nervig, sondern häufig auch gefährlich. Schnell führt ein Klick auf eine Anzeige auf Seiten, die bekannte Internetpräsenzen wie Amazon oder iTunes imitieren. Werden dort unbedacht Login-Daten eingegeben, landen diese schnurstracks bei Dritten, die damit beispielsweise auf fremde Kosten einkaufen können. Diese Masche ist unter dem Begriff „Phishing“ bekannt und wird Jahr für Jahr relevanter: 2016 wurden jeden Monat rund 80.000 neue Phishing-Webseiten im World Wide Web entdeckt – Tendenz steigend. Auch beim Einkauf im Online-Supermarkt sollte deshalb stets überprüft werden, ob es sich tatsächlich um die gewollte Website handelt. Was generell beim Umgang mit falschen Online Shops beachtet werden sollte, haben wir in unserer Checkliste übersichtlich zusammengefasst.

Immer mehr Silver Surfer reiten die Internetwelle

Schon heute bewegt sich eine beachtliche Zahl älterer Menschen im Internet und kommt potentiell mit Fake Shops & Co. in Kontakt: 41 Prozent der 50-59-Jährigen in Deutschland nutzen WhatsApp; 56 Prozent verwalten ihre Finanzen via Online Banking; 13 Prozent der deutschen Instagram-Nutzer sind zwischen 55 und 65 Jahre alt. Bereits jetzt ist knapp ein Viertel der deutschen Online-Käufer 50 Jahre oder älter. Und dass das Internet in Zukunft für immer mehr ältere Deutsche an Bedeutung gewinnt, zeigt ein Blick auf den demographischen Wandel: Laut Prognosen ist „2060 jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt“ (Bundeszentrale für politische Bildung, bpb).

Informationsangebote, Workshops und Versicherung

Nicht zuletzt aufgrund der stetig steigenden Zahl von Silver Surfern erweitert sich auch das Informationsangebot zum sicheren Umgang mit dem Internet kontinuierlich. Initiativen wie das Serviceportal „Silver Tipps“ informieren regelmäßig über digitale Neuerungen und geben Ratschläge zum Umgang mit selbigen. Die Plattform levato.de – mehrfach von Ministerien und dem Land Rheinland-Pfalz ausgezeichnet – bietet Videokurse rund um die Bedienung von Computer und Handy. Viele Verbraucherzentralen veranstalten regelmäßig Workshops, in denen Senioren im kleinen Kreise Computer, Handy und Internet kennenlernen können.

Das Internet und die Maschen der Betrüger entwickeln sich allerdings stetig weiter. Deshalb können natürlich auch überdurchschnittlich gut informierte Silver Surfer weiterhin zum Opfer von Online-Betrügern werden. Und das kann schnell teuer werden: Im Schnitt beträgt der finanzielle Schaden pro Betroffenem 1.366 Euro. Hochgerechnet auf die EU bedeutet das einen jährlichen Gesamtschaden von rund 250 Milliarden Euro. Da laut aktuellsten BKA-Statistiken nur 38,7 Prozent der Fälle aufgeklärt werden, können sich Betroffene bezüglich einer Entschädigung nicht auf Gerichtsprozesse verlassen. Umso sinnvoller scheint es, analog zu Hausrat- und Autoversicherung in der „realen Welt“, sich auch für digitale Schadensfälle mit Hilfe einer Versicherung abzusichern.

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