Cybercrime: Eine Chronologie kurioser Fälle, Teil 1

 

Das Internet kann ziemlich bedrohlich wirken. 23 Millionen Deutsche wurden 2017 darüber bestohlen, betrogen, verunglimpft und bedroht. Ransomware gibt Daten nur gegen Lösegeld wieder frei. Unscheinbare WhatsApp-Kettenbriefe stehlen Nutzerdaten. Alexa, Siri & Co. hören potenziell jede private Unterhaltung mit. Dass weder das Internet, noch kriminelle Machenschaften darüber neu sind, zeigt unsere Chronologie kurioser Cybercrime-Fälle.

Es war einmal… der erste Fall von Cybercrime

Im Jahr 1970 ließ ein Kassierer der New Yorker Unions Dime Savings Bank regelmäßig Kundengeld mitgehen und korrigierte, um das zu vertuschen, nach Schalterschluss die Kundenbelege im Zentralrechner nach unten. Nur durch Zufall flogen seine Machenschaften auf: Die New Yorker Polizei entdeckte bei einer Routinekontrolle eines Wettbüros seine Vorliebe für Sportwetten. Dafür gab er mitunter bis zu 30.000 Dollar aus – sein Jahreseinkommen betrug allerdings nur 11.000 Dollar.

Ein Wurm für den Weltfrieden

Im Oktober 1989 entwickelten anonyme Hacker den virtuellen Schädling namens Wank-Wurm – eine Abkürzung für „Worms Against Nuclear Killers“. Sein Ziel war das Computernetzwerk der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA (Greenbelt, Maryland). Der Virus sollte den Start einer mit Plutonium betriebenen Jupiter-Sonde verhindern. Nachdem er sich verbreitet hatte, erschien auf den Bildschirmen der Mitarbeiter folgende Nachricht: „Ihr redet vom Frieden für alle und rüstet doch für den Krieg“.

Der "WANK"-Wurm transportierte eine klare Botschaft gegen Atomkraft

Hacker-Jagd durch die Cyberwelt

Im Jahr 1995 lieferten sich der amerikanische Hacker Kevin Mitnick und der japanische Sicherheitsexperte Tsutomu Shimomura ein zweimonatiges Hackerduell. Mitnick hatte jahrelang die Konten von Telefongesellschaften und Softwareunternehmen geplündert, indem er ihre Computersysteme gehackt hatte. Er hackte auch Shinmomuras System, weshalb der „Cyber Samurai“ seine Verfolgung aufnahm und ihn wenig später entlarvte. Seit seiner Gefängnisentlassung 2000 arbeitet Mitnick als Sicherheitsexperte. Er gilt heute als der berühmteste Hacker des 20. Jahrhunderts.

Liebesgrüße aus Südostasien

Im Jahr 2000 überflutete der I-Love-You-Virus weltweit in zwei Wellen Server. Der Virus versendete sich eigenständig unter dem Betreff „ILOVEYOU“ an gespeicherte Kontakte und zerstörte auf den infizierten Rechnern gespeicherte Dateien. Weltweit wurden Server durch die Nachrichtenfülle so stark belastet, dass der E-Mail-Verkehr beträchtlich gestört wurde. Der finanzielle Schaden wird auf 5,5 Milliarden Dollar geschätzt.

Im zweiten Teil unserer Chronologie erfahren Sie unter anderem, wie ein 15-Jähriger insgesamt 1,2 Milliarden Dollar Schaden bei diversen Großunternehmen verursachte und wie ein simpler Rechtschreibfehler den Diebstahl einer ähnlich hohen Geldsumme verhinderte.

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