Phishing: So wird Milkas "zarte Versuchung" zur WhatsApp-Falle

 

Regelmäßig kursieren Mails – und mittlerweile WhatsApp-Nachrichten –, in denen bekannte Marken oder Shops wie Milka, Media Markt, Rossmann und Ikea Wertgutscheine versprechen oder mit einer Position als Produkttester locken. Dazu soll der Empfänger ein paar Fragen beantworten, an einer Umfrage teilnehmen und persönliche Angaben machen. In Wahrheit winken weder Gutscheine noch kostenlose Probierpakete. Die Mails sind der perfide Versuch Krimineller, unter dem Deckmantel bekannter Marken die Daten möglichst vieler Menschen zu stehlen (Stichwort „Phishing“).

Mit Schokolade geködert

Sehr verlockend ist eine aktuell über WhatsApp verschickte Kettennachricht: Sie verspricht dem Empfänger kostenlose Milka-Schokolade. Empfänger widerstehen dieser zarten Versuchung besser; dahinter verbirgt sich ein dreister Betrugsversuch. Der Link in der Nachricht führt auf die Website "mılka.com", die der Adresse und dem zugehörigen Internetauftritt des Schokoladenherstellers zum Verwechseln ähnlich ist. Nur ein kleines Detail unterscheidet die gefakte Seite vom Original: Die Betrüger ersetzten das „i“ aus dem lateinischen Alphabet durch ein ähnliches Schriftzeichen. Leistet der Empfänger dem Befehl, seine persönlichen Daten anzugeben, Folge, gibt es keine Schokolade. Stattdessen sammeln Kriminelle die Daten und nutzen sie beispielsweise, um gefälschte Identitäten anzulegen und darüber neue Bankkonten zu eröffnen. Empfänger der vermeintlichen Milka-Nachricht sollten sie sofort löschen und den WhatsApp-Absender informieren, dass er unbewusst betrügerische Nachrichten verbreitet.

Milka, Lindt und andere "süße" Marken dienen oft als Deckmäntel für Phishing

Ist der süßen Versuchung zu trauen? Im Zweifel eher nicht zugreifen!

Alle Marken sind potentielle Deckmäntel

Kurz zuvor versprach eine ähnlich verlockende Mail, deren vermeintlicher Absender Media Markt war, ihren Empfängern die Chance auf einen 500-Euro-Gutschein von "Media Electronics". Doch auch dieses vermeintliche Geschenk war in Wahrheit ein Abzockversuch, für den Datensammler verantwortlich waren. Es gibt eine ganze Reihe ähnlicher Fälle. Zum Beispiel wurden im Namen von Real, Saturn, Aldi und Ikea Geschenkkarten im Wert von bis zu 500 Euro versprochen. Lindt, Dyson oder Gillette suchten angeblich nach Produkttestern. Auch Milka wurde schon einmal das Instrument einer Phishing-Attacke: Ende Februar diesen Jahres verkündete eine angeblich vom Schokoladenhersteller verschickte Spam-Mail dem Empfänger, einer der Auserwählten in der Endauslosung eines Probierpakets zu sein. Ähnlich lockt eine Mail, deren angeblicher Absender Nutella ist, damit, durch die Eingabe der persönlichen Daten ein Probierpaket zu gewinnen.

So schützt Sie der INTER CyberGuard vor Phishing:

Jetzt informieren!

Passend zum Thema